Vegane Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei

Vegane Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei

Roberta (52) fragt, ob sie ihren Hund und ihre Katze auch vegan ernähren kann. Sie selbst lebt seit drei Jahren vegan, seit einem Jahr ist auch ihr Mann mit von der Partie. „Es ist ein komisches Gefühl, dass wir selbst aus Überzeugung kein Fleisch essen, es aber kaufen und zubereiten für unsere Vierbeiner.“

Sie habe die Frage schon in diversen Vegan-Foren gestellt und sich dort übelste Anfeindungen gefallen lassen. „Vegane Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei. Du bist eine Tierquälerin, ich werde Dich anzeigen!“, war noch einer der freundlicheren Kommentare.

Ich, der Autor dieses Artikels, Malte Hartwieg, bin weder Tierarzt, noch Wissenschaftler. Doch ich glaube ich bin ein guter Beobachter und Fragesteller. So habe ich den bekannten britischen Tierarzt Dr. Andrew Knight angerufen und gefragt, was er von der Sache hält.

Der sagte mir: „Viele Menschen glauben, Fisch sei eine artgerechte Nahrung für Katzen. Doch haben Sie schon einmal eine Katze gesehen, die einen Fisch aus dem Meer angelt?“ Das musste ich verneinen.

Er erklärte mir dann viel über die Verdauung der Katzen und den Nährstoffbedarf von Hunden. Das meiste habe ich wieder vergessen. Doch eins blieb hängen: Es sei kein Problem, Katzen und Hunde vegan zu ernähren, wenn man sicherstellt, dass sie alle notwendigen Nährstoffe bekommen. Das tat ich dann auch.

Meine Hunde und Katzen leben seit etwa 5 Jahren vegan und erfreuen sich bester Gesundheit.

Inzwischen habe ich auch mit dem Tierarzt Dr. Uwe Romberger ein kleines Buch über die Ernährung von Hunden geschrieben. Das kann man hier kostenlos bekommen.

Ein Interview mit mir zu dem Thema findet sich hier.

9 Kommentare zu “Vegane Ernährung für Hunde und Katzen ist Tierquälerei”

  1. Meine Hunde habe ich schon seit Anfang der 90er-Jahre vegan ernährt und ich war fasziniert, wie fit und gesund sie alle waren jeweils bis ins hohe Alter. Die Katzen stürzten sich über deren veganes Futter, entschieden sich selbst für diese Ernährung, die sie dann ganz klar von Herzen von mir bekamen. Es ging allen sehr gut. Sie wurden verschont von einer industriellen Ernährung, die z. B. mit Abfällen aus toten kranken Tieren, Hahnenkämmen, Horn von Hufen etc. als Fleischzusatz gemischt, hergestellt wird. Und trotz Freigang haben sie keine Mäuse verzehrt. Wenn sie mal ganz selten eine erwischt haben, dann waren sie für sie uninteressant, sie legten sie hin und ich versuchte, sie aus ihrem Schock zu holen. Zu behaupten, dass die vegane Ernährung Tierquälerei sei, ist schlichtweg eine bösartige Unterstellung. Tierquälerei trifft z. B. nur dann zu, wenn ein Tier nicht ausreichend und gut ernährt, also auch hungern muss, sodass es ihm sichtbar schlecht geht. Und in der pflanzlichen Ernährung ist alles, um ein Tier gesund ernähren zu können. Ich habe im Gegensatz leider genug Tiere gesehen, denen es mit der industriellen Fütterung nicht gut ging, sie nie so fit waren, wie meine und auch nicht so gesund alt wurden. Über all diese Fakten sollte mal jeder nachdenken und sich die Frage stellen, ob es wirklich nicht zu ändern ist, ein Tier mit dem Leben eines anderen zu ernähren und ob es nicht vielleicht doch andere Wege gibt.

  2. Seit vielen Jahren, ca. 5 Jahren füttere ich meine Hunde mit hochwertigem selbstverarbeitetem Veganem Futter und habe gerade bei älteren Hunden festgestellt, dass sie einen Aufschwung erleben. Mein Husky wurde ab dem
    14 Lebensjahr vegan-Vegetarisch ernährt, das Futter in Biohumanqualität mit allen
    notwendigen Nährstoffen angereichert, bewirkte, dass er 17 Jahre alt wurde und
    sich doch wohl und glücklich fühlte. Ich habe die besten Erfahrungen damit gemacht.

  3. Ich habe in der Tat schon Katzen Fische angeln sehen und zwar aus dem Meer. Katzen sind fleischfresser und wenn es kein industriell verarbeitetes Fleisch sein soll kann man auch frischfisch oder Fleisch an Katzen verfüttern.Es gibt aber hochwertige Konserven die man kaufen kann, allerdings nicht im Supermarkt. Und selbst wenn ich meine Katze mit Gemüse füttern würde, dort findet man genauso viele Giftstoffe wie im Fleisch. Also chillt euch mal man kann es auch übertreiben mit dem vegan leben. Ihr könnt das ja alles machen nur lasst eure Tiere bitte daraus.

    1. Das ist aber bekanntlich kein Problem sie vegan zu ernähren. Warum denn die Möglichkeit nicht nutzen und auch so zu helfen dass wir in einer liebenswerteren Welt leben ?

  4. Vor allem Tiere leiden und sterben jetzt durch die Klimakatastrophe. Ich sehe es als notwendig an den CO2 Ausstoß durch vegane Ernährung zu verringern. Wir leben in einer Gemeinschaft und halten da zusammen. Kinder, Hund und Ich! Alle bestens bei Gesundheit!
    Vegan for life!

  5. Vegane Ernährung für Katzen ist definitiv Tierquälerei , da Katzen Carnivoren = Fleischfresser sind und bei Veganer Ernährung wichtige Nährstoffe fehlen und somit sind Mangelerscheinungen vorprogrammiert.

    1. Möglicherweise haben Sie schon einmal eine Katze Fisch fangen gesehen (=artgerecht) und beweisen, dass die Giftstoffe in industriell verarbeitetem Futter wichtig für das Tier sind (=gesund) und glauben, dass es ethisch korrekt ist, sogenannte Nutz-Tiere zu quälen und zu töten (=tierfreundlich), um sie unseren Haus-Tieren zum Fressen vorzusetzen. So lange dem nicht so ist, könnten Sie Informationen über Alternativen einholen und prüfen, bevor Sie diese einfach aus Gewohnheit abtun. Vielen Dank.

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