Tierquälerei an der Universität in München

Die LMU München hält auf ihrem Versuchsgelände in Unterschleißheim neben Rindern und Schafen auch Schweine. Unter Bedingungen, die gegen aktuelle Tierschutzbestimmungen verstoßen.

Eingepfercht in Kastenstände fristen die Muttertiere ihr unwürdiges Leben. Die Tiere leiden unter Gelenkentzündungen, Atemwegserkrankungen, weisen blutige Wunden auf und abgebissene Schwänze, wie entsetzte Studenten berichten.

Ferkel werden von ihrer Mutter getrennt, ohne Betäubung werden sie kastriert.

Warum macht eine Uni so etwas? „Wir müssen auf die Wirtschaftlichkeit achten“, jammert der Professor. Gut seien die Tiere, wenn sie sich maximal verwerten lassen.

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O-Ton: „Das is-n m-n-m … Wir haben auch nur gewisse b-b-res-b Investitionsmittel…es macht keinen Sinn alle zehn, fünfzehn Jahre den Stall wieder abzureißen.“ Ja, Herr Schweinezüchter, dem es an Ausreden nicht fehlt, dann dürfen wir mal fragen, warum bauen Sie denn nicht gleich einen Stall, in dem die Tiere „artgerecht“ gehalten werden?

Quellen:
Süddeutsche vom 03.12.2019 Eingepfercht für die Forschung
Süddeutsche vom 08.12.2019 Mit schlechtem Beispiel voran im Uni-Schweinestall
BR: Tierquälerei an der Uni vom 05.12.2019

4 Kommentare zu “Tierquälerei an der Universität in München”

  1. Beschämend. Die Unis in München zählen zu den Eliteuniversitäten. Da sollte man mehr Ethik und Empathie erwarten können. Schließlich soll und muss eine Lehranstalt immer mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn schon nicht dort zu 100 % tierwohlgerecht gearbeitet wird, wo denn dann? Denkt denn gar keiner mehr – nicht mal in den Unis??

  2. Da wird einem ja schlecht wenn man das liest, so etwas sollte schon lange verboten sein und wenn die Tierhaltung auch noch für schulisch Zwecke genutzt wird ist das ja noch schlimmer.

  3. „Ich glaube, dass menschlicher Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran ermessen, wie sie die Tiere behandelt.“
    (Mahatma Gandhi)

    Grausamkeit gegen Tiere ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.
    (Alexander von Humboldt)

  4. Eine Uni zu Lehrzwecken, die die Tiere halten, wie in schlimmsten Mastzuchtbetrieben? Die sowieso nur zum Gebrauch des Menschen dienen…(wie vorsintflutlich, heute wissen alle Menschen, welch seelische und körperliche Qualen Tiere erleiden unter der Macht des Menschen im Namen der Wissenschaft oder gar im Sinne des Gaumenschmauses und das möglichst preiswert.
    Wie sollen dann die Nachfolger Studenten/innen überhaupt begreifen, wie respektvoll und würdig man mit Lebewesen umzugehen hat. Uni bedeutet eigentlich auch Vorbild, oder? Bitte helft, diese Qualen abzuschaffen, darauf aufmerksam zu machen und beim Umdenken unserer Nachfahren verantwortlich zu denken und zu handeln und zu unterstützen.

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