Zukunft der Massentierhaltung: Schlachter als Krankenpfleger?

Rumänen, Ungarn oder Bulgaren als Akkordarbeiter im Schichtbetrieb

Die deutschen Tierunterdrückungs-Barone haben im letzten Jahr 60 Milliarden Euro Umsatz gemacht, während sie andere die Drecksarbeit machen lassen. Und jetzt kommt´s: Da heute alles automatisiert abläuft, arbeiten in dieser Branche laut statistischem Bundesamt nur 132.000 Menschen – Fischverarbeitung und Futtermittelherstellung mitgezählt.

Das bedeutet die Fleischkapitäne setzten pro Mitarbeiter fast eine halbe Million Euro um.  Und das während Rumänen, Ungarn oder Bulgaren als Akkordarbeiter im Schichtbetrieb Tiere am Fließband zerstückeln. Moderne Sklaverei nennt das die Frankfurter Allgemeine in einem Artikel. Die Löhne lägen dabei oft bei drei Euro pro Stunde.

Ein Drittel des in Deutschland erzeugten Fleisches wird exportiert

Die machen das aber nicht nur, damit der von der heimtückischen Werbung vernebelte deutsche Fleischesser sein Schnitzel bekommt. Weil sie den Hals nicht voll bekommen, haben sie sich zusätzlich neue Märkte gesucht. So wird inzwischen rund ein Drittel des in Deutschland erzeugten Fleisches exportiert. Das ist eine Steigerung von 60 Prozent gegenüber 2005.

Das reicht denen aber immer noch nicht. Insider berichten, dass die Schweine- und Geflügelmast mittelfristig massiv ausgeweitet werden soll. Seit 2012 sollen mindestens eine Million neue Stallplätze für Schweine beantragt worden sein.

Die Bundesregierung für Verbesserungen im Tierschutzbereich?

Das bedeutet: Obwohl immer weniger Deutsche Fleisch essen, schlachten Billigarbeiter im Auftrag ein paar weniger Kapitalisten immer mehr wehrlose, schutzbedürftige Tiere -unter immer unmenschlicheren Bedingungen.

In einem Schreiben des Bundeskanzleramtes heiß es: „…dass sich die Bundesregierung auch weiterhin für Verbesserungen im Tierschutzbereich einsetzen wird.“ Vor dem Hintergrund der vorstehenden Fakten ist es möglicherweise angebracht, diese Worte anzuzweifeln.

Die Zukunft: Fleischkapitäne im Ruhestand, Schlachter in der Klinik

Würde man die Massentierhaltung abschaffen, würden die 132.000 Beschäftigten der Fleischindustrie zunächst mal nicht  Job verlieren. Was die schwarzen Schafe unter den Schlachthofarbeitern angeht, die wir aus den Undercover Filmen der Tierschützer kennen – denen wird ohnehin niemand nachweinen.

Es ist aber davon auszugehen, dass der überwiegende Teil dieser ausgebeuteten Menschen nur ungern für drei Euro die Stunde am Fließband Tiere zerlegt und einer Umschulung aufgeschlossen gegenübersteht. Und zwar zum Beispiel zu Krankenpflegepersonal.

Einer Veröffentlichung aus dem September 2017 des Bundesministeriums für Gesundheit mit der Überschrift „Pflegefachkräftemangel“ ist nämlich zu entnehmen, dass sich noch zusätzlich zum schon bestehenden Personalmangel eine Lücke von rund 200.000 Pflegekräften in den nächsten 8 Jahren bilden könnte.

Massentierhaltung hat keine Zukunft

Die Fleischkapitäne werden ja wahrscheinlich weise genug sein, um schon heute etwas auf die hohe Kante zu legen. Oder sie steigen auch um auf die Produktion gesunder, leidfreier Nahrungsmittel.

Wie zum Beispiel Tyson Foods, der größte Hühnerproduzent der Welt und der größte Fleischproduzent der USA, der sieht nämlich für die Massentierhaltung keine Zukunft mehr.

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