Ein toter Afrikaner im Zoo

Als Kind habe ich es geliebt in den Zoo zu gehen. Man konnte viele exotische Tiere sehen, Ziegen streicheln und wenn man brav war gab es noch ein Eis. Worüber man sich als Kind keine Gedanken macht: Ob es den Tieren auch so gut gefällt, dort im Zoo.

Ein Afrikaner wird eingefangen und ausgestellt

Sagt Dir der Name Ota Benga etwas? Ein Afrikaner. Anfang des 20. Jahrhunderts fangen ihn Jäger im Kongo, transportieren ihn in einem Käfig nach Amerika. Zunächst protestiert seine Familie, mit einem Pfund Salz wird die Sache dann aber geklärt. Im New Yorker Zoo wird er eingesperrt und ausgestellt. Dort wird er zu einem Publikumsmagneten, neben exotischen Tieren. Ein paar Jahre später erschießt er sich. Vielleicht wurde er nicht artgerecht gehalten?

Das Ganze war nichts Ungewöhnliches zu der Zeit. Auf der Weltausstellung 1904 werden mehr als 2000 Vertreter diverser „niedrigerer“ Rassen ausgestellt. Wer jetzt entsetzt den Kopf schüttelt, sollte sich fragen, warum es dann in Ordnung ist, Tiere im Zoo einzusperren und auszustellen.

Zoos fangen heute Tiere -wie damals Menschen-, entfernen sie aus ihrer gewohnten Umgebung, entreißen sie ihrer Familie. Viele Tiere sterben bei der erbarmungslosen Jagd, beim Einfangen oder beim Transport. Oder irgendwann später in Gefangenschaft.

Was mit den überflüssigen Tierbabies passiert

Süß, weich und flauschig: Tierbabies sind die Stars im Zoo. Was passiert aber mit all den Tierbabies wenn sie groß werden? Zoos haben nur begrenzten Platz. Das ist ein großes Problem, über das sich nur wenige bewusst sind.

Zoos züchten Tiere wie am Fließband. Überschuss wird zum Beispiel an dubiose Tierhändler verkauft. Was dann mit den Tieren passiert, weiß keiner.

„Wir verkaufen Tiger, Löwen und Elefanten an dubiose Tierhändler. Manchmal schlachten wir Pferde, Schafe und Ziegen oder verfüttern sie an andere Tiere in unserem Zoo.“ sagt G., ein Zoodirektor, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

„Es ist absolut legal, was wir machen. Was hier bei uns passiert ist nicht viel anders, als das was in der Massentierhaltung oder in Schlachthäusern passiert.“ -G., Zoodirektor

Hamster als Vorspeise

Manchmal bringen Menschen ihre Hasen oder Hamster in den Zoo, in dem Glauben, dass sie dort ein schönes zu Hause haben. Tatsächlich werden diese Neuzugänge aber an fleischfressende Tiere verfüttert.

Verhaftet und eingesperrt

Artgerechte Haltung ist die Natur. Ein Leben in Gefangenschaft, hinter Gitterstäben ist daher nicht artgerecht. Menschen, die in Gefangenschaft leben, haben vorher etwas verbrochen. Was haben die Tiere gemacht?

Ein Eisbär in der Wüste und ein Löwe in der Arktis

Die Klimaveränderung ist für die Tiere oft unerträglich. Wie geht es Dir wenn Du in die Arktis reist, oder in die Wüste? Wie kann es dann sein, dass ein Ort, wie zum Beispiel Berlin die Heimat für Eisbären und gleichzeitig Löwen ist?

Finanzierte Tierquälerei

Kein Tier und kein Mensch sollte unschuldig in Gefangenschaft leben. Eintritt im Zoo bezahlen ist nichts anderes als Tierquälerei zu finanzieren.

Ach so, dann ist da ja noch das Eis, dass ich damals schlecken durfte. Meistens aus Milch hergestellt, von Kühen, die in der Milchindustrie bis aufs äußerste missbraucht werden. Das ist dann allerdings ein Thema für einen anderen Artikel.

1 Kommentar zu “Ein toter Afrikaner im Zoo”

  1. früher stellt man auch im Holidaypark in Hassloch noch Lilliputaner aus, bis in die 70er Jahre. Zoos sollte man wirklich nicht unterstützen, obwohl es große Unterschiede gibt. Lieber Die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben und reisen, so habe ich es immer gehalten.

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