Die Geschichte von der Kuh, die weinte

Was muss eigentlich passieren, dass man Tierprodukte von seiner Einkaufsliste streicht?  Hier war es die Geschichte von der Kuh, die weinte:

Er bekam den beliebtesten Job im Gefängnis-Schlachthof. Er war ein brutaler Gewaltverbrecher. Man nannte ihn den Bolzenschussgerätmann Joe.

Die Kühe wurden in einen trichterförmigen Gang getrieben, bis ganz vorne nur noch ein einzelnes Tier hinein passte. Joe setzte das Gerät an und drückte ab.

Ein einzelner Bolzen reichte aber nicht aus, ein Tier zu töten. Also nochmal. Ein Schuss zum Betäuben, ein Schuss zum Töten.

Die Kühe in der Reihe dahinter erlebten den Todeskampf ihres Artgenossen vorne, und zappelten vor Angst. Es gab aber kein Entkommen.

So ging das Tag ein, Tag aus. Ein Schuss zum Betäuben, ein Schuss zum Töten.

Eines Tages aber passierte etwas, das Joes Leben komplett verändern sollte.

Nachdem er schon einen halben Tag lang unzählige Tiere getötet hatte, stand plötzlich eine Kuh vor ihm, die scheinbar gar keine Angst hatte.

Sie stand dort ganz ruhig und schaute ihm mit traurigen Augen tief in sein Herz.

Das brachte Joe völlig durcheinander. Er versuchte, sich zusammenzureißen und das Bolzenschussgerät anzusetzen. Aber es gelang ihm nicht.

Die Kuh schaute ihm in die Augen und Joe blickte wie magnetisch angezogen in das Gesicht des Tieres.

Da beobachtete er, wie sich im rechten Auge der Kuh Wasser sammelte. Es wurde immer mehr, bis ein Tropfen am Gesicht der Kuh herablief.

Dann lief auch aus dem linken Auge eine Träne über das Gesicht der Kuh. Die Kuh weinte.

Sie schien zu sagen: „Warum tust Du das? Ich würde so gerne meine Fehler wieder gut machen, wenn ich nur wüsste, was ich falsch gemacht habe? Was habe ich Dir getan? Ich will doch nur leben.“

Joe ließ das Gerät aus der Hand gleiten und verlor das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, rief er: „Ihr könnt mit mir machen, was ihr wollt, aber ich werde diesem Tier nicht das Leben nehmen. Und auch keinem anderen.“

Seit dieser Geschichte hat er nie wieder ein Stück Fleisch gegessen. Und du?

10 Kommentare zu “Die Geschichte von der Kuh, die weinte”

  1. Ich stimme Ihnen voll und ganz zu!!! Dennoch gehöre ich LEIDER zu den unsäglichen Menschen, die den Absprung in ein veganes Leben nicht schaffen, OBWOHL mir täglich die Tränen wegen des Tierleids kommen. Ich bin gegen alles, was Tieren irgendein Leid antut und in meinem Herz bin ich schon ewig Veganer.
    In der Realität jedoch bin ich mehrere Lichtjahre davon entfernt. 🙁
    Gut, ich kaufe lange schon kein billiges Massenfleisch mehr und mein restlicher Konsum ( esse nur noch hin und wieder Huhn und Rind in Schuldgefühlen) ist stark reduziert. Ich bin auch weg von Kuhmilch, Sahne und von Joghurt
    ( eigentlich mehr wegen der Plastikbecher) und esse nur Eier von `Erzeugern, wo Küken nicht geschreddert werden ( hoffentlich).
    Aber ehrlich gesagt, ein Bio- Gemüseaufstrich, egal welcher, ist eher labberig und ich ziehe nach wie vor kräftigen Käse, oder geräucherten Schinken vor. Überhaupt ist es sehr anstrengend sich korrekt zu ernähren, geschweige denn noch mit Genuss. Ich probiere ständig neue vegane Gerichte, aber werde einfach kein Freund von permanent nur Kerne, Grün und Co.
    Ich weiß ich sollte mich stärker disziplinieren: kein Fleisch, kein Fisch ( Überfischung der Meere- oder Aquakultur und Antibiotika verseucht), keine Avocado, kein Soja, kein Kakao etc. (Monokulturen), kein Kaffee ( Ausbeutung der Menschen) kein Honig, kein Ei und bitte auch sonst nix: wegen der Pestizidbelastung und der Überdüngung heimischer Böden. Aber was dann??
    Also eine umweltverträgliche, chemisch hergestellte Monoernährung mit künstlichen Aromen aus recyclebaren Tüten wäre eine gute Lösung für mich, oder auch ein Gnadenschuss…

  2. Danke für die Geschichte. Kühe sind faszinierende Tiere. Bei Rudolf Steiner kann man nachlesen.. wie sie einzigartig mit der Natur in Verbindung sind, ihre Hörner dabei die Antennen, andere Quellen schreiben über ihre Freude zu geben, der ihnen wichtige Herdenbezug, und die Beziehung zum Bauern, die sie sehr schätzen. Wenn sie gezwungen werden, mehr zu geben als sie können, verliert sich ihre Freude. So leblos ist dann auch das Produkt…

  3. Ich fühle mich oft so machtlos gegen diese Trauer und Wut, die mich erfüllt, was den Tieren angetan wird. Jede Nacht, wenn wir im Bett liegen, um es so nicht zu sehen, fahren Tiertransporte Richtung Schlachthaus. Früher war es 1mal/Woche und am Tag. Nachvollziehen, kann ich es schon lange nicht mehr, dass immer noch Tiere getötet werden, für den sogenannten „Fleischgenuss“. Der Weg zum vegetarischen und danach zum veganen Leben, ist nicht schwer, wenn man immer im Kopf und im Herzen hat, dass es so schöne, liebenswerte Lebewesen sind, die dafür ihr Leben geben müssen. Tiere besitzen genauso ein Recht, zu Leben, wie wir Menschen…

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